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Naturkita Lichtenberg

Kindergarten Lichtenberg

Neubau eines Kindergartens in Lichtenberg/ Oberfranken

Seit dem Jahr 2007 engagiert sich Familie Hüttner ehrenamtlich für den Erhalt des Kindergartens in ihrem Heimatort. Mit einem neuen pädagogischen Konzept, dem Errichten eines kleinen Walddomizils, das über Crowdfunding finanziert wird sowie einer präzisen Öffentlichkeitsarbeit, gelingt der Wandel zum „Naturkindergarten“. Die von der Schließung bedrohten Einrichtung kann somit gerettet werden. Innerhalb kurzer Zeit steigen Buchungszahlen bis hin zur Vollauslastung.
Das veranlasst sowohl Gemeinde als auch Träger das marode Bestandsgebäude auf Sanierungsfähigkeit zu überprüfen und letztlich den Beschluss zu fassen am neuen Standort einen Neubau für Kindergarten und zusätzlicher Krippe zu errichten. Wir freuen uns, dass unserem Büro die Planungsaufgabe übertragen wurde und wir unseren langjährigen Beitrag an dieser Stelle vollenden dürfen.

Das großzügige Grundstück, gesäumt mit altem Baumbestand fällt leicht nach Osten ab. Am höchsten Punkt platzieren wir ein äußerlich bescheidenes, kubisches Gebäude. Dem entgegen steht eine spielerisch leichte innere Struktur. Ein weitläufiger Spielflur, großzügige Blickbeziehungen zwischen Räumen und fließende Raumübergänge zwischen Innen und überdachten Freibereichen ermöglichen Arbeiten nach offenem Konzept und „Draußen sein“ bei allen Wetterlagen.
Wir arbeiten mit natürlichen Baustoffen, massivem Holz für Konstruktion und Verkleidungen. Auf dem Dach entsteht eine grüne Biotoplandschaft.

 

Bauwerkstatt Kindergarten Lichtenberg

Werkstattverfahren Kindergarten Lichtenberg

Beteiligunsprozess

Mit dem Werkstattprozess will die Stadt Lichtenberg den Weg einer gemeinschaftlich getragenen und nutzerorientierten Projektentwicklung beschreiten. Vertreter aller Akteure aus dem Orbit des Kindergartens sollen bereits in der ersten Phase des Projektes eingebunden sein, um eine qualifizierte Entscheidungsgrundlage für die Stadt Lichtenberg zu erarbeiten. Gleichzeitig soll für den Bauherren ein Leitfaden mit Kosten- und Zeitrahmen erarbeitet und eine präzise Formulierung der Planungsaufgabe für die Gebäude- und Freianlagenplanung formuliert werden.

Wettbewerb Kindertagesstätte Regnitzlosau

2. Preis für Hüttner Architekten

Realisierungswettbewerb für den Neubau einer Kindertagesstätte in Regnitzlosau — 2. Preis  und mit der Realisierung beauftragt

Beurteilung der Jury
Der vorgeschlagene Baukörper ist weit von der Straße abgerückt an der vorhandenen Hangkante situiert und stellt eine überraschende und gelungene Reaktion auf die Topographie dar. Die Parkierung entlang der Grenze zum Pfarrhaus mit der parallel geführten Zuwegung zum  Kindergarten wirkt überzeugend.
Der Eingangsbereich mit den zentralen Einrichtungen ist  erdgeschossig auf dem höheren Grundstücksteil
angeordnet und geht split-level-artig versetzt in den zweigeschossigen Baukörper über. Dieser nimmt im Obergeschoss den Kindergarten auf und orientiert sich ebenerdig zum südöstlich gelegenen höheren Grundstücksteil. Die Kindergrippe im Erdgeschoss schließt ebenfalls ebenerdig an den tiefer liegenden nordwestlichen Grundstücksteil an.
Damit nimmt der Baukörper die Gegebenheiten des Ortes überzeugend auf und es gelingt bestens eine Eingliederung in die vorhandene Topographie. Der skulpturale Baukörper entwickelt sich aus der Begleitung des Hangs und sitzt gut und selbstverständlich im Gundstück. In der Folge entstehen zwei große und zusammenhängende Freibereiche mit ebenerdigem Ausgang aus allen drei Geschossen. Die innere Organisation ist schlüssig. Die Split-Level-Anordnung verbindet die Ebenen und vermittelt einen räumlichen Zusammenhang der Gesamtanlage. Kiga und Krippe präsentieren sich jeweils als in sich geschlossene Bereiche. Die Identifikation mit dem eigenen Bereich ist für die Kinder gut möglich.
Der Entwurf bietet eine passgenaue Umsetzung des pädagogischen Raumprogramms „Kleine Schätze“.